Zimt als Gewürz
Als Gewürz – vor allem für
Süßspeisen, Gebäck und Glühwein - verwendet man
die Rinde (lateinisch Cortex Cinnamomi) des
Ceylon-Zimtbaums und zwar die dünne
Innenschicht, die sich röhrenartig
zusammenrollt. Neben diesem so genannten
Stangenzimt ist auch gemahlener Zimt im Handel.
Aus den Abfällen wird das Zimtöl gewonnen, das
zum Aromatisieren von Likören sowie als
Duftstoff in der Parfümindustrie verwendet wird.
Regional werden die Blätter ähnlich wie
Lorbeerblätter verwendet.
Der
Gewürzhandel unterscheidet zwischen dem in
Sri Lanka heimischen Ceylon-Zimtbaum (Cinnamomum
ceylanicum) und dem etwas schärfer
würzenden, aus
China stammenden Cassia-Zimt (Cinnamomum
cassia). Bis in die sechziger Jahre war
Vietnam die wichtigste Quelle des
Cassia-Zimtes, durch die Auswirkungen des
Vietnam-Krieges wurde die Zimtproduktion im
Hochland von
Sumatra (Indonesien) forciert.
Zimt zur Senkung des
Blutzuckerspiegels
In einer Studie, die am
Forschungszentrum für Landwirtschaft und
Ernährung in
Beltsville (USA) durchgeführt wurde (Bericht
darüber
[1] (http://www.wissenschaft.de/sixcms/detail.php?id=232725)),
stellten Wissenschaftler fest, dass selbst
geringe Mengen an Zimt im Essen den
Blutzuckerspiegel senken.
Grund dafür ist der Bestandteil
MHCP (Methylhydroxy-Chalcone-Polymer) im
Zimt, der im Experiment ähnlich wie
Insulin wirkt und somit die Aufnahme von
Zucker in die Zellen unterstützt.
In einer Studie mit Personen,
die an
Diabetes 2 leiden, stellte man fest, dass
diejenigen, die täglich einige Gramm Zimt zu
sich nahmen, einen um die 20 Prozent geringeren
Blutzucker-Wert hatten als eine
Kontroll-Gruppe. Teilweise verschwanden sogar
die Symptome der Erkrankung. Nach Absetzung der
Zimt-Therapie kehrten die Beschwerden wieder
zurück.
MHCP senkt nicht nur den
Blutzuckerspiegel, sondern verringert auch den
Fett-Anteil und die
Cholesterin-Menge im
Blut.
Zimtöl
Zimt enthält
Zimtöl, ein
ätherisches Öl, dass in der Parfümerie und
zur Likörfabrikation eingesetzt wird. Außerdem
zeigen neue Forschungsergebnisse, dass Zimtöl
ein außerordentlich wirksames
Insektizid ist. Die wichtigsten Bestandteile
des Zimtöles sind
Zimtaldehyd,
Eugenol und
Zimtsäure.
Zimt in der Umgangssprache
In der
Umgangssprache ist Zimt etwas, das man für
dumm, unsinnig, wertlos hält, was einem lästig
ist ("red' nicht solchen Zimt!"). Diese
Begriffsänderung des Wortes Zimt leitet sich aus
dem
Rotwelschen (Gaunersprache)
ab. Dort stand das Wort Zimt für Gold, da dieses
aber durch Beimengungen häufig gefälscht wurde,
sagte man zu jemandem 'mach' keinen Zimt', wenn
man ihn als Fälscher bloßstellen wollte.